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Versetzung Arbeitsrecht und Entleitung

Versetzung Arbeitsrecht und Entleitung

Wenn eine Versetzung droht –
Wie sich Führungskräfte jetzt verhalten sollten

Arbeitgeber verlangen von ihren Mitarbeitern oft größtmögliche Flexibilität, wenn es um den Arbeitsplatz geht. Und als Führungskraft werden Sie sicher auch von sich behaupten flexibel und anpassungsfähig zu sein.

Doch Vorsicht. Eine Änderung im Arbeitsvertrag oder bereits eine Änderung des Aufgabenbereichs kann auch der Anfang vom Ende des Arbeitsverhältnisses bedeuten. Denn Arbeitgeber nutzen die Versetzung oder Änderung der Aufgaben auch dazu, sich von unliebsamen Führungskräften leichter zu trennen. Gerade wenn kein echter Kündigungsgrund oder eine lange Betriebszugehörigkeit vorliegt, kann eine Kündigung für den Arbeitgeber aufgrund hoher Abfindungszahlungen teuer werden. Probates Mittel ist dann häufig, die Führungskraft auf das „Abstellgleis“ abzuschieben, bis sie schließlich schließlich entnervt von allein geht.

Dieser Prozess der Entleitung erfolgt zudem häufig schleichend über mehrere Monate oder gar Jahre hinweg. Peu à peu wird Ihr Aufgaben- oder Verantwortungsbereich eingeschränkt, bis von Ihren Führungsaufgaben nicht mehr viel übrig bleibt.

Da ist es wichtig, dass Sie Ihre Rechte kennen, um möglichst früh gegensteuern zu können.

Direktionsrecht des Arbeitgebers

Ihr Arbeitgeber hat ein sogenanntes Direktionsrecht, das ihm gestattet, Ihnen Anweisungen zu erteilen. Er darf den Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung einseitig bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht schon im Arbeitsvertrag (oder Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung) oder durch das Gesetz näher bestimmt sind. Welche Aufgaben Ihr Arbeitgeber Ihnen zuweisen darf, hängt somit zunächst davon ab, was in Ihrem Arbeitsvertrag vereinbart ist. Je unbestimmter die Tätigkeit oder der Aufgaben- und Verantwortungsbereich im Vertrag festgelegt ist, desto größer ist der Spielraum für Ihren Arbeitgeber.

Selbst wenn der Aufgabenbereich und der Arbeitsort im Arbeitsvertrag konkret festgelegt sind, lassen sich Arbeitgeber oft eine Hintertür offen und behalten sich durch eine Versetzungsklausel die Zuweisung andere Aufgaben, auch an einem anderen Arbeitsort, vor. Allerdings sind solche Klauseln im Arbeitsvertrag nicht immer wirksam und haben vor Gericht selten Bestand.

Ihr Arbeitgeber muss zudem noch eine weitere Hürde umschiffen. Er muss nämlich auch darlegen können, dass seine Anweisung „billigem Ermessen“ entsprach. Dies erfordert immer eine Abwägung der betrieblichen Interessen mit Ihren persönlichen Belangen. Nur wenn Ihre persönlichen Interessen ausreichend berücksichtigt wurden, ist die Versetzung zumutbar. So darf Ihnen Ihr Arbeitgeber zwar andere Aufgaben zuweisen, diese müssen aber gleichwertig sein. Die Frage, ob die Aufgaben gleichwertig sind, ist allerdings in der Praxis nicht immer leicht zu beantworten und hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.

Frühzeitig handeln

Bei einer Aufgabenänderung oder Versetzung sollten Sie frühzeitig handeln, um die taktisch richtigen Weichen zu stellen. Bevor Sie sich vorschnell mit einer Änderung einverstanden erklären, sollten Sie vorher vom spezialisiertem Anwalt für Arbeitsrecht klären lassen, ob die Versetzung oder Änderung Ihres Aufgaben- und Verantwortungsbereiches rechtmäßig ist und wie Sie sich am besten verhalten. Haben Sie sich hingegen erst einmal mit einer Änderung einverstanden erklärt oder die neuen Tätigkeiten aufgenommen, ist es kaum noch möglich, sich dagegen im Nachhinein zu wehren.

Rechtsberatung zur Versetzung Arbeitsrecht und Entleitung

Lassen Sie sich vom spezialisierten Anwalt für Arbeitsrecht beraten, wenn

  • Sie von Ihrem Arbeitgeber an einen anderen Arbeitsplatz oder an einen anderen Ort versetzt oder
  • vorübergehend abgeordnet werden sollen
  • Ihr Arbeitgeber Ihren Aufgaben- oder Verantwortungsbereich ändern oder einschränken will
  • Sie eine Änderungskündigung erhalten haben

Auf Wunsch übernehme ich auch gern die weitere Verhandlung mit Ihrem Arbeitgeber. Rufen Sie mich an unter

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oder nutzen Sie den Kontaktbutton für eine E-Mail-Anfrage. Für eine Beratung halten Sie bitte folgende Unterlagen bereit:

  • Ihren Arbeitsvertrag und eventuelle Ergänzungsvereinbarungen
  • Abmahnung vom Arbeitgeber
  • letzten drei Gehaltsabrechnungen und vom letzten Dezember
  • Rechtsschutzversicherung