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Kündigung vom Arbeitgeber

Kündigung vom Arbeitgeber – Was tun?

Die richtige Taktik zählt

Wenn Sie eine Kündigung vom Arbeitgeber erhalten haben, ist dies sicherlich für Sie ein Schock. Existenzsorgen machen sich breit. Sie sind aufgewühlt, verzweifelt, wütend und traurig zugleich. Dieses Gefühlschaos kann ich gut verstehen. So geht es vielen meiner Mandanten. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Ich unterstütze Sie und zeige Ihnen Schritt für Schritt, was Sie bei einer Kündigung vom Arbeitgeber tun müssen.

Gegen Kündigung vom Arbeitgeber wehren

Sie können und sollten sich gegen die Kündigung vom Arbeitgeber wehren. Denn in vielen Fällen ist die Kündigung unwirksam. Doch offensichtlich nehmen viele Arbeitnehmer eine Kündigung vom Arbeitgeber einfach hin. Dabei haben Sie praktisch immer gute Chancen, gegen die Kündigung anzugehen, so dass Sie Ihren Job behalten können. In vielen Fällen lassen sich aber auch satte Abfindungen und weitere Vorteile, wie beipsielsweise eine bezahlte Freistellung, ein Outplacement und ein sehr gutes Zeugnis bei einer Kündigung vom Arbeitgeber aushandeln.

Kündigungsschutz Arbeitnehmer

Wenn Sie länger als sechs Monate für Ihren Arbeitgeber tätig sind und in Ihrem Betrieb regelmäßig mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt werden, genießen Sie als Arbeitnehmer Kündigungsschutz. Das heißt, die Kündigung durch den Arbeitgeber bedarf eines der drei im Kündigungsschutzgesetz genannten Gründe, um wirksam zu sein. Danach kann die Kündigung vom Arbeitgeber nur aus

  • betriebsbedingten Gründen
  • verhaltensbedingten Gründen oder
  • personenbedingten Gründen

gerechtfertigt sein. Oft scheitern Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht schon daran, die rechtlich zulässigen Gründe vor Gericht plausibel darzulegen. So muss ein Arbeitgeber zum Beispiel bei einer betriebsbedingten Kündigung ausführlich darlegen, dass und warum Ihr Arbeitsplatz weggefallen ist. Hierzu muss er konkret vortragen, welche Aufgaben Sie überhaupt im Einzelnen ausgeübt haben. Noch schwieriger wird es für ihn, wenn er Sie durch eine Versetzung  auch mit ganz anderen Aufgaben betrauen kann.

Allgemeiner Kündigungsschutz Arbeitnehmer

Lesen Sie mehr zum Thema Kündigungsschutz: Was versteht man unter dem allgemeinen Kündigungsschutz.

So prüfen Sie, ob die Kündigung vom Arbeitgeber wirksam ist: Checkliste Kündigung Arbeitgeber





Besonderer Kündigungsschutz

Neben dem allgemeinen Kündigungsschutz gibt es eine Reihe weiterer Kündigungsbeschränkungen, durch die bestimmte Arbeitnehmer in besonderer Weise vor einer Kündigung geschützt werden. Man spricht hier von dem besonderen Kündigungsschutz. Der besondere Kündigungsschutz besteht unabhängig davon, wie viel Arbeitnehmer im Betrieb beschäftigt werden. Vom besonderen Kündigungsschutz sind grundsätzlich alle Kündigungen vom Arbeitgeber erfasst, also eine ordentliche oder außerordentliche (fristlose) Kündigung, Änderungskündigung und Kündigung in der Insolvenz.

Der Gesetzgeber hat in diesen Fällen die Kündigung durch den Arbeitgeber entweder von der Zustimmung einer staatlichen Behörde abhängig gemacht oder es besteht ein Kündigungsverbot:

Kündigungsschutz Schwangerschaft
Die Kündigung während der Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung ist unzulässig (§ 9 Mutterschutzgesetz).

Kündigungsschutz Elternzeit
Ebenso ist die Kündigung vom Arbeitgeber gegenüber einer Arbeitnehmerin oder einem Arbeitnehmer unzulässig der sich in Elternzeit befindet oder die Elternzeit beantragt hat (§ 18 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz)

Kündigungsschutz Schwerbehinderte

Schwerbehinderte Arbeitnehmer genießen einen besonderen Kündigungsschutz durch das SGB IX. Der Kündigungsschutz für Schwerbehinderte umfasst auch ihnen Gleichgestellte (§ 68 SGB IX). Die Kündigung vom Arbeitgeber ist nur mit vorheriger Zustimmung des Integrationsamtes möglich.

Kündigungsschutz Betriebsrat
Betriebsratmitglieder genießen besonderen Kündigungsschutz (§ 15 Abs. 1 Kündigungsschutzgesetz). Die ordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber ist grundsätzlich unzulässig. Der Kündigungsschutz beginnt mit der Amtszeit und endet ein Jahr nach Beendigung der Amtszeit, und zwar auch dann wenn das Betriebsratsmitglied sein Amt selbst niedergelegt hat. Ebenfalls genießt der Wahlvorstand Kündigungsschutz während einer Betriebsratswahl (§ 15 Abs. 3 Kündigungsschutzgesetz). Der Schutz beginnt beginnt mit dem Zeitpunkt der Bestellung zum Wahlvorstand und wirkt bis sechs Monate nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses nach. Einen ähnlichen Kündigungsschutz genießen auch die Wahlbewerber zum Betriebsrat (§ 15 Abs. 3 Kündigungsschutzgesetz). Der besondere Kündigungsschutz setzt im Zeitpunkt der Aufstellung des Wahlvorschlags ein und wirkt bis sechs Monate nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses nach.

Kündigungsschutz Ausbildung
Nach Ablauf der Probezeit kann ein Ausbildungsverhältnis nur noch aus wichtigem Grund fristlos gekündigt werden (§ 22 Abs. 2 Nr. 1 Berufsbildungsgesetz). Die ordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber ist ausgeschlossen.

 

Formale Fehler bei einer Kündigung vom Arbeitgeber

Darüber hinaus gibt es viele rechtliche Hürden, an denen eine Kündigung vom Arbeitgeber scheitern kann. Sei es, dass der Arbeitgeber formale Fehler begeht, die vertragliche oder gesetzliche Kündigungsfrist nicht wahrt oder den Betriebsrat nicht ordnungsgemäß anhört.

Achtung: Kurze Klagefrist
Innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung vom Arbeitgeber müssen Sie die Kündigungsschutzklage bei dem Arbeitsgericht einreichen. Nur mit der rechtzeitigen Klageerhebung wahren Sie Ihre Ansprüche. Versäumen Sie die Klagefrist, haben Sie kaum noch eine Chance, die Kündigung Ihres Arbeitgebers rechtlich anzugreifen.

Rufen Sie mich gleich an: 040 28 40 91 12 oder schreiben Sie mir eine E-Mail. Ich berate Sie, welche Erfolgschancen Sie haben, sich gegen die Kündigung vom Arbeitgeber zu wehren.

 

Abfindung aushandeln

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass es bei einer Kündigung vom Arbeitgeber immer eine Abfindung gibt. Das ist nicht richtig. Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf eine Abfindung. Doch erweist sich die Kündigung vom Arbeitgeber als unwirksam, haben Sie gute Chancen, letztlich dennoch eine Abfindung durchzusetzen. Denn meist ist das Arbeitsverhältnis zerrüttet und Ihr Arbeitgeber möchte nicht, dass Sie wieder zurückkehren. Er wird daher versuchen, sich mit der Zahlung einer Abfindung „frei zu kaufen“.

Eine Abfindung müssen Sie aber nicht akzeptieren. Wenn die Kündigung vom Arbeitgeber unwirksam ist, können Sie auch eine Weiterbechäftigung zu den bisherigen Bedingungen durchsetzen. Die meisten meiner Mandanten möchten nach der Kündigung vom Arbeitgeber jedoch selbst nicht mehr zum Arbeitgeber zurückkehren, sondern eine möglichst hohe Abfindung erzielen.

Das Arbeitsverhältnis wird dann aufgrund eines Vergleichs beendet. Der Vorteil hierbei ist, dass Sie in dem Vergleich auch gleich alle weiteren offenen Punkte regeln können, wie z.B. die Weiterzahlung des Gehalts, Zahlung des Bonus, eine Freistellung falls Sie eine längere Kündigungsfrist haben, Ihren Urlaub, Ihre betriebliche Altersversorgung, die Weiternutzung Ihres Dienstwagens und ein gutes Arbeitszeugnis.

Die richtige Taktik zählt

Die Höhe der Abfindung ist frei verhandelbar und hängt maßgeblich davon ab, wie hoch Ihre Chance ist, den Kündigungsschutzprozess zu gewinnen. Die Arbeitsgerichte schlagen meist eine Abfindung von einem halben Bruttogehalt pro Beschäftigungsjahr vor. Wenn Ihre Erfolgsaussichten gut sind und Sie taktisch klug vorgehen, können Sie aber auch eine wesentlich höhrere Abfindung erzielen.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Arbeitgeber im Unklaren lassen, ob Sie im Erfolgsfall wieder zurückkehren werden. Wenn Sie bereits einen neuen Job in Aussicht haben, sollten Sie dies in keinem Fall Ihrem Arbeitgeber oder ehemaligen Kollegen mitteilen. Sonst wird die Bereitschaft Ihres Arbeitgebers, Ihnen noch eine hohe Abfindung zu zahlen, gering sein.

Sind die Chancen für einen neuen Job bei Ihnen hingegen eher düster, nützt Ihnen eine Abfindung wenig. Denn Sie müssen dann von der Abfindung leben. Das Arbeitslosengeld beträgt nur sechzig Prozent Ihres Nettogehalts und wird in der Regel längstens nur noch für zwölf Monate gezahlt. Dann ist zu überlegen, ob es nicht trotz der durch die Kündigung vom Arbeitgeber aufgetretenen Spannungen sinnvoller ist, Ihren Job zu behalten und zu Ihrem Arbeitgeber zurückzukehren.

Kündigung als Chance

Die Kündigung vom Arbeitegber kann auch eine Chance für etwas Neues sein. Vielleicht haben Sie selbst schon überlegt zu kündigen, weil Sie in Ihrem jetzigen Job eh keine berufliche Perspektive sehen. Wie wäre es, wenn sich Ihr Arbeitgeber durch die Zahlung einer Outplacementberatung an dem Start Ihrer neuen Karriere beteiligt?

 

Rechtsberatung bei Kündigung vom Arbeitgeber


Wie Sie am besten bei einer Kündigung vom Arbeitgeber vorgehen und welche Abfindung Sie erzielen können, kläre ich mit Ihnen gern in einem persönlichen Beratungsgespräch. Rufen Sie mich gleich an

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oder nutzen Sie den Kontaktbutton für eine E-Mail-Anfrage. Sie bekommen innerhalb von 48 Stunden einen Termin.


In einem ersten Beratungsgespräch kläre ich mit Ihnen,

  • welche Chancen Sie haben, sich erfolgreich gegen die Kündigung zu wehren
  • welche Möglichkeiten Sie bei einer Änderungskündigung haben
  • wie eine Kündigungsschutzklage abläuft und welche Fristen Sie beachten müssen
  • welche Risiken, insbesondere welche Kosten auf Sie zukommen können
  • wie Sie eine maximale Abfindung herausholen oder
  • Ihren Job behalten
  • welche Regelungen Sie in einem gerichtlichen Vergleich aushandeln sollten
  • wie sich Ihr Arbeitgeber finanziell bei der Suche eines neuen Jobs beteiligt und
  • wie Sie ein gutes Arbeitszeugnis erhalten.

Die Erstberatung erfolgt zum Festpreis. Sie gehen kein Kostenrisiko ein. Sie erhalten eine Entscheidungsgrundlage, ob und wie Sie in Ihrem Fall weiter vorgehen.

225,00 Euro
inkl. 19% USt.

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, hole ich für Sie eine Kostenzusage ein und rechne direkt mit Ihrer Versicherung ab. Sollten Sie selbst zahlen,können Sie die Kosten als Werbungskosten steuermindernd bei Ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen.

Auf Wunsch übernehme ich auch gern die weitere Verhandlung mit Ihrem Arbeitgeber und reiche die Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht an. Für eine Beratung halten Sie bitte folgende Unterlagen bereit:

  • Ihren Arbeitsvertrag und eventuelle Ergänzungsvereinbarungen
  • Kündigung vom Arbeitgeber
  • letzten drei Gehaltsabrechnungen und vom letzten Dezember
  • Rechtsschutzversicherung


Warum Sie zu mir kommen sollten

Ich habe mehr als vierzehn Jahre Prozesserfahrung als Anwalt für Arbeitsrecht und kenne mich aufgrund der Spezialisierung und ständigen Fortbildung durch Fachanwaltsweiterbildungen mit den Besonderheiten im Arbeitsrecht aus. Ich berate und vertrete Fach- und Führungskräfte auch in komplizierten Fällen kompetent und erfolgreich. Bei einer Kündigung vom Arbeitgeber vertrete ich Sie bundesweit vor allen Arbeitsgerichten. Auf Wunsch kann die Beratung auch online per E-Mail oder Telefon erfolgen.