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Aufhebungsvertrag Arbeitsverhältnis

Aufhebungsvertrag Arbeitsverhältnis

Welche Verhandlungsziele möglich sind und wie Sie die Trennungsvereinbarung optimieren

Wenn sich Unternehmen von Führungskräften trennen wollen, dann wird häufig keine Kündigung ausgesprochen. Sei es, weil kein gesetzlicher Kündigungsgrund vorliegt, sei es, weil man sich gütlich ohne Streit trennen möchte. Arbeitgeber locken dabei meist mit einer Abfindung.

Doch bevor Sie den Aufhebungsvertrag unterschreiben, sollten Sie anwaltlichen Rat einholen. Denn der von Ihrem Arbeitgeber einseitig aufgesetzte Aufhebungsvertrag kann auch nachteilig für Sie sein. Vor allem, wenn Sie noch kein neues Arbeitsverhältnis gefunden haben und nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisse die Gefahr besteht, dass Sie zunächst arbeitslos werden, sollten Sie sich von einer vermeintlich hohen Abfindung nicht blenden lassen. Berücksichtigen Sie, dass die Suche nach einer Anschlussbeschäftigung mehrere Monate in Anspruch nehmen kann, die Sie überbrücken müssen. Dies hängt von Ihrer Position, Lebensalter und der aktuellen Arbeitsmarktlage ab. Zudem kann die Agentur für Arbeit beim Arbeitslosengeld eine zwölfwöchige Sperrzeit verhängen, wenn Sie keinen wichtigen Grund für den Abschluss des Aufhebungsvertrages haben. Dadurch verkürzt sich Ihr Anspruch auf das Arbeitslosengeld um drei Monate.

Ziel: Sicherung Ihrer Existenz

Ziel sollte es daher sein, dass Sie den Beendigungszeitpunkt möglichst weit nach hinten verschieben, um mehr Zeit für die Suche einer Anschlussbeschäftigung haben und gar nicht erst arbeitslos werden. Denn das Wichtigste ist, dass Ihre Existenz gesichert ist. Bei der Suche einer neuen Stelle können Sie Ihren Arbeitgeber auch durch die Finanzierung einer Outplacementberatung beteiligen lassen.

Klare Regelungen im Aufhebungsvertrag

Im Aufhebungsvertrag sollten Sie klare und genaue Regelungen zur Abwicklung des Arbeitsverhältnisses treffen. Wird in dem Aufhebungsvertrag nicht alles geregelt, worauf Sie einen Anspruch haben, können Sie weitere Ansprüche später nicht mehr geltend machen. Auch nützen Ihnen nebulöse Klauseln wenig, wenn hinterher unklar ist, welche Ansprüche Ihnen konkret noch zustehen. Daher sind vor allem alle finanziellen Ansprüche genau zu beziffern.

Neben einer hohen Abfindung sind beispielsweise auch an die variablen Vergütungsbestandteile wie Bonus und Tantieme aus einer Zielvereinbarung sowie an Ihre Ansprüche aus einer betrieblichen Altersversorgung und die Weiternutzung des Dienstwagens zu denken.

Das gleiche gilt auch für das Arbeitszeugnis. Achten Sie darauf, dass nicht nur die Erteilung eines qualifizierten Zeugnisses, sondern die konkreten Zeugnisformulierungen im Aufhebungsvertrag bereits vereinbart sind.

Schließlich ist auch zu beachten, ob im Arbeitsvertrag ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart wurde. Hier sollte zunächst einmal geprüft werden, ob dieses wirksam ist. Macht der Arbeitgeber Fehler bei der Formulierung des nachvertraglichen Wettbewerbsverbotes, kann es für Sie unverbindlich sein. Sie haben dann ein Wahlrecht, ob Sie sich an das nachvertragliche Wettbewerbsverbot halten und dafür die Karenzentschädigung in Anspruch nehmen oder, ob Sie sich lieber von dem Wettbewerbsverbot lossagen.

 

Wenn Sie den Aufhebungsvertrag abgeschlossen haben, weil Ihnen Ihr Arbeitgeber anderenfalls mit einer fristlosen Kündigung gedroht hat

Dann können Sie den Aufhebungsvertrag gegebenenfalls anfechten. Die Drohung ist widerrechtlich, wenn kein vernünftiger Arbeitgeber Ihnen unter den gegebenen Umständen gekündigt hätte. Da nützt es Ihrem Chef auch nichts, wenn er Ihnen eine Bedenkzeit eingeräumt hatte.

Lassen Sie sich beraten, wie Sie den Aufhebungsvertrag anfechten und wie Sie weiter vorgehen. Für die Anfechtung gilt nicht nicht die Drei-Wöchige-Klagefrist. Sie können die Anfechtung innerhalb eines Jahres noch erklären.

Rechtsberatung zum Aufhebungsvertrag und Trennungsvereinbarung

Gern berate ich Sie zu Fragen zum Aufhebungsvertrag:

  • welche Vor- und Nachteile der Aufhebungsvertrag für Sie hat
  • ob es Alternativen gibt und wie hoch das Risiko einer Kündigung im Fall der Nichtunterzeichnung ist
  • welche Abfindung Sie erzielen können
  • welche Regelungen wichtig sind und worauf Sie achten müssen
  • wie Sie die Zeugnisformulierungen im Arbeitszeugnis optimieren
  • wie Sie Nachteile beim Arbeitslosengeld oder Gründungszuschuss vermeiden
  • wie Ihr Arbeitgeber Sie bei der Suche eines neuen Jobs unterstützen kann.

Auf Wunsch übernehme ich auch gern die weitere Verhandlung mit Ihrem Arbeitgeber. Rufen Sie mich an unter

040 28 40 91 12

oder nutzen Sie den Online-Rechtsberatung-Button für eine E-Mail-Anfrage. Für eine Beratung halten Sie bitte folgende Unterlagen bereit:

  • Ihren Arbeitsvertrag und eventuelle Ergänzungsvereinbarungen
  • letzten drei Gehaltsabrechnungen und vom letzten Dezember
  • Rechtsschutzversicherung

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