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Abmahnung vom Arbeitgeber

Hilfe bei einer Abmahnung vom Arbeitgeber

Wie Sie eine Abmahnung aus der Personalakte entfernen

Eine Abmahnung kommt manchmal aus heiterem Himmel. Sie ist ein klares Alarmsignal, das Sie ernst nehmen sollten. Denn die Abmahnung kann der erste Schritt vor einer Kündigung vom Arbeitgeber sein.

Wenn Sie gegen Ihre arbeitsvertraglichen Pflichten verstoßen, den Anweisungen Ihres Arbeitgebers nicht Folge leisten oder gegen die betriebliche Ordnung stören, kann Ihr Arbeitgeber Sie abmahnen.

Die Abmahnung vom Arbeitgeber ist sozusagen die „gelbe Karte“ vor Ausspruch einer Kündigung. Schon bei einem weiteren Verstoß kann Ihr Arbeitgeber Ihnen kündigen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass der Arbeitgeber drei mal abmahnen muss, bevor er kündigen darf. Es reicht vielmehr bereits ein gleichartiger Verstoß aus. Allerdings kommt es auch auf die Schwere der Pflichtverletzung und den Zeitraum, der seit der letzten Pflichtverletzung vergangen ist, an.

Doch kein Grund zur Beunruhigung. Denn Sie können einer Abmahnung widersprechen. Die Abmahnung kann auch bereits wegen formaler Mängel unwirksam sein. Die Anforderungen der Rechtsprechung an eine ordnungsgemäße Abmahnung sind hoch. Arbeitgeber machen hier immer wieder formale Fehler. Ist die Abmahnung unwirksam, können Sie verlangen, dass die Abmahnung aus der Personalakte entfernt wird.

Was Sie tun können

Wichtig ist, dass Sie nicht durch voreilige falsche Reaktionen das Arbeitsverhältnis weiter belasten. Bleiben Sie ruhig und holen Sie sich zunächst Rechtsrat vom Anwalt für Arbeitsrecht ein, ob die Abmahnung überhaupt wirksam ist.

Gegendarstellung zur Abmahnung

Sie können eine Gegendarstellung zur Personalakte einreichen. Schildern Sie in der Gegendarstellung den Sachverhalt, wie er sich aus Ihrer Sicht darstellt. Nehmen Sie zu dem Vorfall so konkret wie möglich Stellung und versuchen Sie, den in der Abmahnung gemachten Vorwurf zu entkräften. Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, die Gegendarstellung zur Personalakte zu nehmen. Dies kann später für eine Kündigung vom Arbeitgeber wichtig sein.

Gegebenenfalls sollten Sie auch mit Ihrem Arbeitgeber das persönliche Gespräch suchen, um eine einvernehmliche Lösung zu suchen.

Entfernung Abmahnung aus der Personalakte

Allein durch die Gegendarstellung bleibt die Abmahnung allerdings in der Personalakte. Dies kann sich nachteilig für Ihr berufliches Fortkommen auswirken. Daher haben Sie einen Anspruch auf Entfernung aus der Personalakte, wenn die Abmahnung

  • formell nicht ordnungsgemäß zustande gekommen ist
  • unrichtige Tatsachenbehauptungen enthält
  • auf einer unzutreffenden rechtlichen Bewertung Ihres Verhaltens beruht
  • den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzt
  • statt eines konkret bezeichneten Fehlverhaltens nur pauschale Vorwürfe enthält
  • oder kein schutzwürdiges Interesse am Verbleib der Abmahnung in der Personalakte besteht.

In einem solchen Fall sollten Sie Ihren Arbeitgeber schriftlich auffordern, die Abmahnung aus der Personalakte zu entfernen. Kommt Ihr Arbeitgeber dem nicht nach, können Sie die Entfernung der Abmahnung auch gerichtlich durchsetzen. Hierbei sollten aber vorher sorgfältig abgewogen werden, ob eine Klage gegen Ihren Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis nicht weiter unnötig belastet.

Sie können die Abmahnung auch noch in einem späteren Kündigungsschutzverfahren überprüfen lassen, wenn es dann doch zu einer Kündigung vom Arbeitgeber gekommen sein sollte. Stellt sich heraus, dass die Abmahnung vom Arbeitgeber unwirksam war, ist auch die danach ausgesprochene Kündigung unwirksam.

Welche Sachverhalte eine Abmahnung vom Arbeitgeber nachsichziehen können, ist in dem Ratgeber von abmahnung.org beschrieben.

 

 

Rechtsberatung zur Abmahnung


Wenn Sie eine Abmahnung vom Arbeitgeber erhalten haben, sollten Sie sich Hilfe durch einen Anwalt für Arbeitsrecht holen. Gern berate ich Sie, welche Maßnahmen in Ihrem Fall sinnvoll sind und wie Sie weiter vorgehen. Auf Wunsch übernehme ich auch gern die weitere Verhandlung mit Ihrem Arbeitgeber. Rufen Sie mich an unter

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